Erfahrungsberichte

Britta Müller

Lehrerin

Imke Harms

Pflegefachkraft

Juliane Weißgerber

Pädagogische Fachkraft

„Lehrerin an der Ludolf-Wilhelm-Fricke Schule“

In welchem Bereich des Stephanstiftes arbeiten Sie und was genau sind Ihre Aufgaben?

Begonnen habe ich 1997 in der Jugendhilfe als Erzieherin im Anerkennungsjahr. Das gab es damals noch. Nach Abschluss der Ausbildung habe ich als pädagogische Fachkraft in einer Wohngruppe der Jugendhilfe gearbeitet. Nach meinem berufsbegleitenden Studium der Diplom-Pädagogik an der Universität Hannover bin ich in die Flexible Betreuung gewechselt.

Durch die vielfältigen Hilfefelder des Stephansstiftes konnte ich meinen Wunsch nach Veränderung mehr im Bereich Beratung und Lehre zu arbeiten ohne einen Unternehmenswechsel erfüllen. So wurde ich Lehrkraft an der Ludolf-Wilhelm-Fricke-Schule und mache jetzt meinen Master an der Universität Hildesheim „Inklusive Pädagogik und Kommunikation“. 

Jetzt bin ich als Klassenlehrerin einer Lerngruppe für Kinder mit den festgestellten Förderbedürfnissen in den Bereichen der geistigen Entwicklung und der emotionalen und sozialen Entwicklung tätig. Dort unterrichte ich schwerpunktmäßig Deutsch, Mathe, Sachkunde und Kunst. Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit ist die pädagogische Arbeit mit den Kindern.

Was sind die besonderen Herausforderungen Ihrer Aufgabe?

Man muss sich sehr gut auf Menschen und vor allem Kinder einlassen können. Das kann manchmal eine große Herausforderung sein. Ein großer Teil meiner Arbeit ist es, den Kindern zu zeigen, wie man das alltägliche Leben bewältigt. Wir fahren z. B. mit den Kindern zusammen Straßenbahn, gehen mit einem bestimmten Betrag einkaufen oder pflanzen Blumen oder Gemüse im Garten an.

Warum sollte man sich für eine Stelle in Ihrem Bereich bewerben?

Die Arbeit in der Förderschule ist eine sehr interdisziplinäre Arbeit. Wir arbeiten z. B. mit anderen pädagogischen Fachkräften, Ergotherapeuten oder auch tiergestützter Pädagogik. Das ist sehr abwechslungsreich. Wir haben ein eigenes Therapiepferd „Pepino“ und zwei Therapiehunde an der Schule. Außerdem gibt es super Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und die Vergütung ist sehr attraktiv. 

Erzählen Sie doch bitte etwas zu Ihren Kollegen und Ihrem Team!

Unser Kollegium besteht nicht nur aus Lehrkräften, sondern auch aus pädagogischen Mitarbeitern unterschiedlicher pädagogischer Fachrichtungen. Auch als Quereinsteigerin wurde ich herzlich aufgenommen und fühlte mich von Anfang an sehr wohl. Auch die Arbeit in unserem Zweierteam (in meinem Bereich hat jede Klasse eine feste Lehrkraft und eine pädagogische Fachkraft) macht viel Spaß und ist harmonisch.

„Pflegefachkraft im Alten- und Pflegeheim Stephansruh“

In welchem Bereich des Stephanstiftes arbeiten Sie und was genau sind Ihre Aufgaben?

In meinem ersten Leben war ich Zahnmedizinische Fachangestellte. Aber nach der Ausbildung wurde mir klar, dass ich das nicht mein Leben lang machen möchte und so suchte ich nach einer beruflichen Veränderung. Mein Freund arbeitet schon lange im Stift und seit 2010 wohnen wir zusammen auf dem Campus. Mein Freund war es auch, der mich auf den Gedanken brachte im Jahr 2011 eine Ausbildung zur Pflegefachkraft zu beginnen. Im September 2014 habe ich meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Seitdem arbeite ich als Pflegefachkraft im Altenheim Stephansruh und studiere nebenberuflich Bachelor of Art in Nursing. 

Im Haus Stephansruh bin ich vor allem für die sog. Behandlungspflege, also Medikamentengabe, Verbände etc. aber auch die Grundpflege (Waschen, Mobilisieren etc.) der Bewohner zuständig.

Was sind die besonderen Herausforderungen Ihrer Aufgabe?

Da ich noch nicht so lange eigenverantwortlich als Pflegefachkraft arbeite, brauche ich für manche Vorgänge noch etwas länger Zeit als erfahrenere Kollegen. Daher stellt für mich das Zeitmanagement derzeit eine große Herausforderung dar. Ich möchte so viel Zeit wie irgend möglich mit den Bewohnern verbringen, muss aber auch die umfangreiche und wichtige Dokumentation schaffen und das alles bei einer Teilzeitstelle wegen meinem berufsbegleiteten Studium. 

Außerdem ist der Kontakt zu den Angehörigen der Bewohner oft eine Herausforderung. Den Angehörigen zu vermitteln und zu erklären, was die älteren Menschen alles noch können oder auch eben nicht mehr können, ist nicht immer ganz einfach und erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Warum sollte man sich für eine Stelle in Ihrem Bereich bewerben?

Mir macht die Arbeit mit alten Menschen unheimlich viel Spaß. Die Bewohner sind so dankbar. Wenn ich aus dem Urlaub komme und von Zimmer zu Zimmer gehe, die Bewohner begrüße und immer wieder höre „Schwester Imke, schön, dass Sie wieder da sind" , weiß ich, dass ich genau den richtigen Job ausgewählt habe.

Außerdem liebe ich die Vielseitigkeit an meinem Beruf. Sei es das alltägliche zu Bett bringen der Bewohner, die Neugestaltung der Balkonpflanzen oder einfach die Vielzahl der Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Erzählen Sie doch bitte etwas zu Ihren Kollegen und Ihrem Team!

Da ich schon vor Beginn meiner Ausbildung im Stift gewohnt habe, kannte ich bereits einen guten Teil des Teams und wusste was auf mich zukommt. Wir sind eine buntgemischte Truppe von Pflegehelfern, Pflegefachkräften, Hauswirtschaftskräften und Auszubildenden zwischen 18 und 60 Jahren. Es herrscht trotz der vielen Arbeit stets eine gute Stimmung im Haus. Wir unternehmen auch gerne etwas privat zusammen, z. B. haben wir dieses Jahr zusammen im Brauhaus Fasching gefeiert.

„Pädagogische Fachkraft in der Tagesgruppe Stöcken“

In welchem Bereich des Stephanstiftes arbeiten Sie und was genau sind Ihre Aufgaben?

Im Jahr 2012 habe ich als Berufspraktikantin in der Tagesgruppe Hainholz begonnen. Nach Abschluss des Berufspraktikums wurde ich übernommen und arbeitete für ein Jahr in der Flexiblen Betreuung Roderbruch. Seit September 2014 bin ich nun unbefristet in der Tagesgruppe Stöcken angestellt.

In der Tagesgruppe betreuen wir Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren ab Schulschluss bis in die Abendstunden. Die Kinder bekommen bei uns ein warmes Mittagessen und eine verlässliche Tagesstruktur. Ein großer Teil meiner Arbeit ist auch die Elternberatung und das gemeinsame Wahrnehmen von Terminen z. B. beim Jugendamt.

Was sind die besonderen Herausforderungen Ihrer Aufgabe?

Die größte Herausforderung an meiner Arbeit ist die Dreiecksbeziehung zwischen Kindern, Eltern und mir als pädagogischer Fachkraft. Wenn man ein neues Kind in der Gruppe aufnimmt, weiß man nie wohin die Reise geht.

Warum sollte man sich für eine Stelle in Ihrem Bereich bewerben?

Weil kein Tag wie der andere ist. Jeder Tag ist voll mit kleinen und großen besonderen Momenten. Wenn ein Kind „ausrastet“ und später zu mir kommt und verlegen „Tut mir leid“ flüstert, dann ist das für dieses Kind ein Riesenschritt und ich weiß, warum ich hier arbeite.

Erzählen Sie doch bitte etwas zu Ihren Kollegen und Ihrem Team!

Ich schätze es sehr im Team zu arbeiten. In der Flex habe ich ja mehr oder weniger allein gearbeitet. Das ist jetzt ganz anders. An Teamgesprächen wächst man und kann sich und seine eigene Arbeit gut reflektieren, dass bringt große Qualität in die pädagogische Arbeit. Einmal im Monat haben wir Supervision; auch das stärkt uns als Team und ist durchaus nicht selbstverständlich. 

Wir haben bei uns im Team einen sehr erfahrenen Kollegen, der die TG Stöcken noch mit eröffnet hat. Dieser hat bis jetzt immer die Anleitung der Berufspraktikanten übernommen. Die nächste Anleitung werde ich übernehmen, worauf ich mich sehr freue. Aber dennoch habe ich meinen erfahrenen Kollegen im Hintergrund, den ich jederzeit fragen kann.

„Elektrotechnikermeister in der Diakonischen Service Gesellschaft Kästorf“

In welchem Bereich des Stephanstiftes arbeiten Sie und was genau sind Ihre Aufgaben?

Ich arbeite seit dem Jahr 2001 im Stephansstift als Elektrotechnikermeister und wohne seit 2002 im Haupthaus auf dem Stiftsgelände. Seit dem Jahr 2005 bin ich außerdem Mitglied in der Mitarbeitervertretung. 

Ich bin zuständig für alles, was mit Strom zu tun hat und kaputt gehen kann. Sei es der Aufzug im Wichernhaus, ein Pflegebett im Freytaghaus oder einfach nur die Klingel am Haupthaus. 

In der Mitarbeitervertretung befasse ich mich schwerpunktmäßig mit dem Thema “Gesundes und sicheres Arbeiten“.

Was sind die besonderen Herausforderungen Ihrer Aufgabe?

Einmal sind es die sehr unterschiedlichen Aufgaben durch die vielen Geschäftsfelder des Stephansstiftes und außerdem die vielen unterschiedlichen Menschen, denen man dabei begegnet. Als ich im Stephansstift begonnen habe, hatte ich, wie sicherlich viele Menschen, einen gewissen Vorbehalt vor Altenheimen. Dies hat sich nun komplett geändert. Jetzt begrüße ich neue Bewohner herzlich und alle können sich mit Anliegen gerne bei mir melden. Wir sind schließlich Nachbarn.

Warum sollte man sich für eine Stelle in Ihrem Bereich bewerben?

Ganz einfach, weil es den Horizont erweitert. Gerade wir Handwerker neigen dazu immer nur die Technik und die technischen Probleme zu sehen und hier habe ich gelernt auch die Geschichten dahinter zu betrachten und zu verstehen. Wenn ich z. B. in der Jugendhilfe einen Auftrag habe, arbeite ich dort nicht nur als externer Handwerker, sondern man ist auch immer ein Vorbild für die Jugendlichen. Das gefällt mir gut.  

Darüber hinaus bietet das Stift umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. So wurde ich z.B. zum Qualitätsbeauftragten und zum Sicherheitsbeauftragten ausgebildet.

Erzählen Sie doch bitte etwas zu Ihren Kollegen und Ihrem Team!

Im Team arbeiten wir sehr gut und kollegial zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen in Kästorf läuft super. Ich fungiere zusätzlich noch als Ausbildungsleitung für unseren Auszubildenden und bin Prüfer an der Handwerkskammer Hannover. Auch hier haben wir eine enge Zusammenarbeit.

Tobias Wittek

Elektrotechnikermeister